Podcast: Das Wichtigste zum Thema Ängste im Gespräch mit Therapeutin, Coach und Mentorin Martina Trampnau

Ich war diese Woche zu Gast bei der lieben Martina Trampnau in ihrem Podcast Glücklich & gesund auf deinem Herzensweg.

Du findest den Podcast außerdem bei iTunes hier.

Sowie auch bei allen anderen gängigen Platformen wie Spotify usw.

In unserem Gespräch geht es um das Thema Ängste. Wir beleuchten darin unter anderem die folgenden Fragen:

  • Wie entstehen Ängste?
  • Wie geht man am besten mit ihnen um?
  • Wie kann man sie nachhaltig auflösen?

Dabei betrachten wir sowohl Ängste ganz allgemein, als auch das Thema Angststörungen. Und selbst wenn du selbst, nicht direkt unter Ängsten leidest, kann das Fazit sehr spannend für dich sein.

Während des Interviews haben wir festgestellt, dass wir einige Parallelen in unserer Arbeit haben.

Das Interview bietet dir die Chance das Wichtigste rund um Ängste ganz kompakt in einer Stunde ganz entspannt anzuhören.

Also nicht’s wie los – Kopfhörer auf und reinhören 😉

Alles Liebe
Jessica

Was du anhand von Corona über Ängste lernen kannst + Sofortübungen gegen die Angst

Bildquelle: Adobe Stock Photos

Wir haben aktuell besondere Zeiten. Für Menschen, die ohnehin schon Ängste haben, sicher keine einfachen. Fühlst du dich überfordert von all den Nachrichten und hast Angst oder gar Panik? Oder bist du eher mit deinen eigenen Ängsten beschäftigt und Corona lässt dich kalt?

Egal wie, in diesen Zeiten lässt sich über Ängste eine Menge lernen und ich habe heute für dich die drei wichtigsten Erkenntnisse daraus zusammen gestellt.

Normalerweise hat nur eine gewisse Prozentzahl der Menschen eine Angststörung und diese Leute denken zumeist, dass die anderen sie nicht verstehen können und in einer anderen Welt leben. Das verschwimmt in diesen Zeiten, denn mittlerweile hat ein Großteil der Bevölkerung Angst vor Corona.

Ich will keinesfalls verharmlosen was aktuell geschieht. Ich denke aber, man kann aktuell sehr viel über Ängste lernen, egal ob man selbst eine Angststörung hat oder nicht.

  1. Der Verstand setzt aus
  2. Die Angst wird stärker umso mehr du dich mit ihr oder dem Thema beschäftigst
  3. Andere können deine Panik und Angstspiralen jetzt vermutlich besser verstehen

Der Verstand setzt aus

Angst ist eine Emotion, die körperlich starke Reaktionen nach sich zieht, die seitens der Evolution ursprünglich dafür gedacht waren, das Überleben zu sichern. Dazu gehört, dass der Körper alles tut, um so viel Energie wie möglich für Kampf oder Flucht bereitzustellen und nicht lebensnotwendige Funktionen herunterfährt. Dazu zählen u.a. die Verdauung und das Immunsystem. Letzteres ist natürlich immens wichtig, wenn der Virus dann tatsächlich auf uns trifft, was den Teufelskreis der Angst sehr gut verdeutlicht.

Was aber vielleicht noch viel schlimmer ist, auch wenn es von der Evolution her ursprünglich sinnvoll war, ist dass man nicht mehr logisch denken kann, wenn die Angst kommt. Man hat wie Scheuklappen auf und ist im Tunnel. Im Kleinen kennt man das von Situationen, wie es mir z.B. letztens passiert ist, wenn man die PIN für die Kartenzahlung nicht parat hat. Wenn dann der Puls ansteigt und die Angstspirale beginnt, schafft man es oft erst recht nicht mehr, sich an die Zahl zu erinnern. Eine halbe Stunde später, wenn man wieder zur Ruhe gekommen ist, ist sie auf einmal wieder da. Aktuell wenn die Menschen Angst davor haben Corona zu bekommen, was genau genommen eine Überlebensangst ist, die davon getriggert wird, gipfelt das in Absurditäten bei Hamsterkäufen oder dem Diebstahl von Desinfektionsmitteln aus Krankenhäusern. Dass hier nicht mehr vernünftig nachgedacht und gehandelt werden kann und die Angst sogar zu Handlungen führt, die anderen schaden, macht die Wirkung auf den Verstand offensichtlich. Das gleiche passiert bei jeder Form von starken Ängsten.

Die Angst wird stärker umso mehr du dich mit ihr oder dem Thema beschäftigst

Was aktuell auch sehr gut zu beobachten ist, ist der Sachverhalt, dass die Angst größer wird, umso mehr man sich mit der vermeintlichen Gefahr beschäftigt. Überall in den Medien gibt es kein anderes Thema mehr und selbst, wenn man will, kann man den Infos nicht entfliehen. Das schürt die Angst und führt dazu, dass selbst Menschen die vor einer Woche noch entspannt waren, mittlerweile auch unruhig werden. Die Art und Weise wie einzelne Medien die Panik und Angst noch schüren ist unverantwortlich und hat mit vernünftiger Information oft nicht mehr viel zu tun. Das ist fatal, denn wie wir eben festgestellt haben, setzt der Verstand aus, wenn Angst herrscht. Aber auch das Immunsystem wird wissenschaftlich belegt herabgesetzt. Nichts was irgendjemand von uns aktuell möchte oder gebrauchen kann. Gleiches gilt für Menschen im Umgang mit ihren Ängsten, denn umso mehr wir den Fokus auf die Angst richten, umso stärker nähren wir sie. Die einzige Antwort darauf ist Liebe und Vertrauen. Denn wenn wir in Liebe sind, hat Angst keinen Platz und wir sind einfach besser aufgestellt, wenn wir es trotz chaotischer Zeiten schaffen, zu vertrauen, dass alles gut wird und uns auf die wenigen guten Seiten dieser Thematik zu konzentrieren.

Wenn man erstmal anfängt, den Fokus so umzulenken, dann entsteht ein Gefühl von Weite und man kann das Beste aus der Situation machen.

Ein paar Anregungen diesbezüglich sind:

  • die Umwelt wird von der Ruhepause profitieren
  • man kann sich auf Zusammenstehen und Nächstenliebe konzentrieren
  • vielen wird durch die Schließung von Kitas und Schulen Zeit mit ihren Kindern geschenkt
  • da wir nicht mehr so viele Aktivitäten machen wie sonst, besinnen wir uns auf das wahre Leben und beschäftigen uns mit den Menschen die uns wichtig sind, ohne uns im Außen zu verlieren
  • Menschen die vorher kein Verständnis für Flüchtlinge hatten, weil es ihnen zu gut ging, können jetzt vielleicht im Ansatz nachvollziehen, was es heißt, wenn das gewohnte System kollabiert
  • Firmen schauen wenn wir Glück haben künftig nicht mehr nur profitgeil danach in welchem Land sie am billigsten fertigen können, sondern verlegen einen Teil der Fertigung vielleicht wieder nach Europa oder sogar in das Heimatland

Aber ich bin mir sicher, ihr findet noch ein paar mehr Aspekte.

Wie gesagt, es geht nicht darum zu verharmlosen. Aber es bringt nichts, wenn unsere Gedanken über die negativen Fakten und eventuelle Horrorszenarien in der Zukunft kreisen. Am sinnvollsten reagieren wir, mit dem Fokus auf die positiven Aspekte.

Andere können deine Panik und Angstspiralen jetzt vermutlich besser verstehen

Menschen mit starken Ängsten haben das Problem, dass andere das nicht nachvollziehen können, was oft auf Mißverständnis trifft und im schlimmsten Fall sogar Beziehungen zerstört. Jetzt wo die Zahl derer die Ängste haben massiv zunimmt, besteht berechtigt die Hoffnung, dass alle die wegen Corona Ängste haben, deine persönliche Angstspirale viel besser nachvollziehen können.

Und da es glaube ich alle gebrauchen können, ein paar ganz praktische Tipps, was du tun kannst, wenn die Angst da ist, um dein Nervensystem wieder zu beruhigen.

Was kannst du tun?

Wichtig ist, dass wir bei uns selbst bleiben. Es gibt einen Kern in unserer Mitte, der sich nicht im Außen erschüttern lässt. Zu diesem müssen wir wieder eine Verbindung aufbauen.

Neben anderen Klassikern wie Meditieren, Bewegung und EFT habe ich in meinen drei Soforttipps die 3 besten Methoden für dich dich zusammen gestellt, die du immer und überall anwenden kannst.

Diese kannst du hier kostenlos als PDF herunterladen:

Wie du es schaffst, negative Gefühle für dich zu nutzen

Quelle: Adobe Stock Picture

Es gibt sie immer mal wieder die schlechten Tage. Ich bekomme zwar keine Panikattacken mehr aber negative Gefühle erwischen auch mich regelmäßig auf dem falschen Fuß, wie aus dem Nichts. Der Anspruch, nur noch positive Gefühle zu haben und wie erleuchtet im Higher Self durchs Leben zu springen ist schlichtweg unrealistisch und entspricht nicht dem wie das Leben funktioniert. Es gibt immer eine Dualität, Licht und Schatten, Liebe und Angst, postive und negative Emotionen. Und alles darf sein und hat seine Berechtigung.

Meist merke ich, dass eine negative Emotion im Anmarsch ist daran, dass ich meine Ruhe will, dass ich genervt werde gegenüber meinem Mann und meiner Tochter und dass sich alles irgendwie anspannt. Manchmal kommt es auch darüber, dass ich Musik höre, die eine Emotion triggert, die sich nicht gut anfühlt und ich dann auch weiß, hoppala, da sollte ich wohl mal genauer hinschauen.

Was du lieber nicht tun solltest

Lange Zeit habe ich diese unangenehmen Gefühle und Emotionen dann einfach ignoriert und weggeschoben. Das hat nicht besonders gut funktioniert. Im Gegenteil, sie wurden immer intensiver und traten dann immer häufiger auf und gipfelten am Schluss in schweren Angstzuständen.

Das hat aus meiner Sicht zwei Gründe:

1. Man kämpft gegen sich selbst

Jedes Gefühl ist ein Teil von uns und hat seine Berechtigung. Wenn man nun versucht, das Gefühl wegzudrücken, lehnt man einen Teil von sich selbst ab und verhindert so in Balance zu kommen. Noch schlimmer, das kann auch körperliche Folgen haben. Ich denke da neben Ängsten und Depressionen zum Beispiel auch an Autoimmunerkrankungen, denn auch hier kämpft der Körper gegen sich selbst.

2. Man hört die Botschaft dahinter nicht

In meiner Welt ist jede negative Emotion und jede starke Angst ein Hilferuf endlich hinzusehen.

Was wenn ein Teil von dir sich wirklich gerade extrem verzweifelt fühlt und du der/die Einzige bist die ihm helfen kann?

Dieser Teil wird so lange auf sich aufmerksam machen, bis jemand liebevoll hinschaut und zuhört. Das ist wie wenn ein kleines Kind seine Mutter ruft und diese nicht reagiert. Das Kind wird immer lauter und immer öfter rufen, bis es die Aufmerksamkeit der Mutter sicher hat. Eigentlich sollten wir froh sein, einen solchen Frühwarnmechanismus zu haben, der uns jedes Mal die Chance gibt, etwas in uns zu heilen, an das wir ohne das Gefühl gar nicht heran kommen würden.

Es geht auch anders

Quelle: Adobe Stock Picture

Mittlerweile diszipliniere ich mich anders damit umzugehen. Ich reagiere verständnisvoll und nehme mir Raum, um das zu fühlen, was da hoch kommt.

Es gibt hier verschiedene Möglichkeiten:

  • Meditationen zum Annehmen und Loslassen
  • Spazieren gehen oder Bewegung (ohne Ablenkung)
  • über den Körper die Emotion spüren und tief hinein atmen

Und wenn man das mal eine Weile gemacht hat, merkt man oft, dass hinter der Angst noch eine andere Emotion steckt. Bei mir sind das meistens Traurigkeit oder Wut. Somit kommt man an die Wurzel und kann das Gefühl nachdem man es gefühlt hat gehen lassen. Aber es gibt noch einen großen Vorteil. Wenn man eine Weile Übung darin hat, dann gelingt es mir immer häufiger auszumachen, was das Gefühl ausgelöst hat. Denn meist habe ich vorher am Tag an irgendwas gedacht, was mich nicht los lässt, was mich beschäftigt. Gedanken lösen immer auch Emotionen und Gefühle aus. Für die Auswirkungen ist es völlig egal, ob wir etwas wirklich erleben oder nur darüber nachdenken. Wenn ich nur auf der Kopfebene grübele und ich in dem Moment das Gefühl nicht fühle, was dadurch ausgelöst wird, dann bekomme ich das später durch extreme Stimmungen zu spüren. Wer das versteht und anwendet, für den verlieren diese negativen Emotionen, allen voran die Angst, ihren bedrohlichen Charakter, wenn man weiß, warum es aufgetaucht ist und sich dem nicht mehr komplett ausgeliefert fühlen muss.


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3 Gründe, warum Menschen extreme Ängste entwickeln

Ich stelle euch heute die Top 3 Ursachen von starken Ängsten vor. Aber eins vorweg, es ist nie nur einer dieser Punkte sondern immer eine Kombination aus mehreren Faktoren, die zu einer ausgewachsenen Angstproblematik führen und das sind auch nur die drei bedeutendsten aus meiner Sicht.


Wer in dieses Thema und die Zusammenhänge tiefer einsteigen will, denn es gibt noch einiges mehr an Gründen, der kann sich noch bis 02.02.2020 zum kostenlosen Online Minikurs – In 5 Tagen deine Angst verstehen anmelden. Ich freu mich auf euch: Hier anmelden


TOP 3 Gründe für Ängste:

  1. Gestörtes Urvertrauen
  2. Stress
  3. Teufelskreis der Angst

Gestörtes Urvertrauen

Wenn jemand starke Ängste entwickelt, steckt tief in ihm drin ein Gefühl von Unsicherheit. Das Urvertrauen wurde an irgendeinem Punkt in der Vergangenheit erschüttert und abgespeichert, dass die Welt nicht sicher ist, dass es gefährlich ist, dass man aufpassen und kontrollieren muss. Dazu muss es kein ausgewachsenes, gewaltvolles Trauma gegeben haben. Meine Generation in der ehemaligen DDR wurde beispielsweise als Baby der Mutter im Krankenhaus weggenommen und lag auf Station und wurde nur in einem festen Rhythmus gefüttert bzw. gestillt. Allein das kann für massive Irritation beim Neugeborenen führen. Es war 9 Monate behütet im Bauch der Mutter und sie ist das einzige was es kennt. Plötzlich ist da Licht und Krach und eine ganz neue Welt und die einzige sichere Bezugsperson ist nicht da. Selbst wenn das Baby vor Hunger schrie, dann wurde gewartet, bis es an der Zeit war. Ein Baby ist aber zu 100% abhängig und hat kein Zeitgefühl und solche Erfahrungen können tatsächlich dazu führen, dass die Welt als bedrohlich und sogar lebensgefährlich wahrgenommen wird. Das ist aber nur ein Beispiel von vielen. Auch die Geburt selbst kann schon für ein Trauma sorgen und unzählige weitere Erlebnisse. Dafür bedarf es nicht unbedingt einem schwierigen Elternhaus.


Die Ursache ist versteckt; die Auswirkung ist für alle sichtbar.

OVID

Stress

Damit sich eine Angstproblematik entwickeln kann, ist immer irgendeine Form von Stress beteiligt. Das kann körperlicher und seelischer Stress sein. Egal ob im Job, in Beziehungen, Schlafmangel, Konflikte oder Schicksalsschläge mit denen wir hadern. Ein ZU VIEL führt immer zu einer Art Überforderung. Der Körper rutscht in den Stressmodus, der früher mit Kampf oder Flucht das Überleben gesichert hat. Im Fall von Angstbetroffenen bleibt dieser Stress- Ausnahmezustand aber über längere Zeit bestehen, was fatale Folgen hat. Denn der Körper ist an der Stelle darauf ausgelegt so viel Energie wie möglich bereit zu stellen um zu fliehen. Dafür legt er andere wichtige Funktionen lahm wie z.B. das Immunsystem oder bestimmte Verdauungsvorgänge. Dadurch, dass diese Energie aber normalerweise nicht genutzt wird und die Stressfaktoren über längere Zeit bestehen, bleibt das System im angespannten Modus und ist somit viel leichter und schneller anfällig für Angst und Panik. Dies ist zum Beispiel auch die Ursache für die starke Unruhe, die viele empfinden und genauso für einen erhöhten Puls und Herzschlag.

Teufelskreis der Angst

Wenn ich nun Angstsymptome habe, dann beunruhigen diese mich in der Regel und ich versuche diese los zu werden. Das versetzt einen wiederum in Stress und so kommt es zu einer Art Teufelskreis, in dem die Angst vor der Angst und die Reaktion bei auftretender Angst erneut zu Triggern für die gleichen Symptome werden. Daher ist ein Kernpunkt beim Ausstieg aus Ängsten, diesen Teufelskreis zu durchbrechen.


Wenn du noch mehr zu den Hintergründen von starken Ängsten erfahren möchtest und dein persönliches Ursachenpuzzle entschlüsseln willst, dann melde dich jetzt an zum kostenlosen Minikurs – In 5 Tagen deine Angst verstehen. Es gibt tägliche Aufgaben, Facebook Lives und ein exklusives Webinar. Achtung Anmeldung nur bis 02.02.2020 möglich.

Nichts war mehr, wie es vorher war…

Heute vor 15 Jahren bekam ich einen Anruf von meinem Hautarzt. Das Muttermal, dass wir vor ein paar Tagen entfernt hatten, war bösartig: schwarzer Hautkrebs (malignes Melanom). Ich weiss noch, dass ich erstmal googelte und feststellte, dass die Überlebensrate mit der Diagnose nicht sonderlich rosig war, weil es sich um eine der aggressivsten Krebsarten handelte. Sobald die Zellen die Hautschicht mit den Gefäßen in nicht mal einem Millimeter Tiefe erreicht haben, beginnt der Krebs zu streuen.

Ich war schockiert und das vor Weihnachten. Ich weiss noch wie meine Mutter das halbe Weihnachtsfest geweint hat. Das Schlimmste war aber die Ungewissheit und die Angst, dass der Krebs schon gestreut hat. Dass er das nicht hatte, war erst Mitte Januar klar, nachdem ich erneut operiert und untersucht wurde.

Klingt nach Horror, war es irgendwie auch, aber im Nachhinein macht mich das Erlebsnis einfach nur dankbar:

  • dass ich weiterleben durfte
  • dass ich keine Chemo brauchte, die meine tolle Tochter unmöglich gemacht hätte
  • dafür dass ich mein Leben mehr zu schätzen weiß
  • dafür, dass mich ein blöder Hautausschlag überhaupt erst zum Hautarzt geführt hat, den ich danach nie wieder hatte

Ich möchte euch drei Botschaften aus diesem Erlebnis weitergeben:

  1. Geht regelmäßig zur Vorsorge. Aber macht euch nicht aus Angst fertig deswegen.

ANGST

Ich hatte in dieser Situation massive Ängste. Zu Anfang, dass der Krebs schon überall sein könnte, dass ich sterben muss, dass ich nie eine Familie haben werde. Später als die Untersuchungen durch waren, ging die Angst auch noch nicht weg, denn immer wenn es mir irgendwo zwickte, hatte ich Angst, dass der Krebs doch noch irgendwo in meinem Körper ist.

Man könnte jetzt sagen, dass war ja eine normale Angst, weil ich ja einen Grund hatte, aber das sehe ich etwas anders. Nach den Untersuchungen hätte ich genauso sagen können, alles ist gut ich hab es schwarz auf weiß. Das konnte ich aber erst einige Zeit später. Auch in dieser Situation war meine Angst nicht durch Fakten zu belegen und eben nur auf der gedanklichen Ebene. Wie bei allen mit einer Angststörung auch. Hat mir das geholfen? Nein, denn wenn man erstmal in einem Gedankenkarussel wie diesem ist, dann schwächt man automatisch sein Immunsystem durch den Stressmodus der aktiviert wird. Und damit hätte ich meine Angst Realität werden lassen können. Gott sei Dank, war die Angst bei mir nicht tagtäglich vertreten und ich hatte auch Momente in denen ich eine unglaubliche Stärke spürte und das Gefühl hatte, dass alles gut wird, so dass mein System vermutlich nicht dauerhaft geschwächt war. Aber wenn einige von euch zum Beispiel Angst vor Krankheit oder Tod haben, ohne dass es auch nur einen Grund dafür gibt, so schafft ihr erst Voraussetzungen für das Auftreten von Krankheiten eben durch eure Angst.

2) Glaubt der Angst nicht und findet Wege aus diesem Strudel. Es lohnt sich. Im Januar veranstalte ich zum Beispiel einen kostenlosen Minikurs zu den Ursachen von Ängsten.

URSACHEN VERSTEHEN

Mit der Zeit konnte ich ganz klar die Ursachen für meinen Krebs sehen. Ich hatte in dem Jahr davor den größten Stress meines Lebens, die größte Krise bis dahin, mehrere schwer depressive Monate.

Ich war zum Auslandsstudium in Frankreich und fühlte mich nicht wohl, weil ich u.a. einen Freund zuhause hatte und die Trennung nicht aushielt. In diese Situation herein verlor ich meinen geliebten Onkel ganz plötzlich und mein Leben geriet völlig aus den Fugen.

Obwohl es mir kaum schlechter gehen konnte, sowohl seelisch als auch körperlich führten diverse Glaubenssätze in mir dazu, dass ich es nicht mal ansatzweise in Erwägung zog mein Auslandsstudium abzubrechen. Mein Leben war ein Jahr lang ein extremer Kampf.

3) Wenn es euch nicht gut geht, dann ändert die Rahmenbedingungen, egal wie aussichtlos es auf den ersten Blick scheint.

Seid ihr unzufrieden in eurer Beziehung, dann ändert was oder beendet sie.

Ist es der Job der euch auffrisst, dann ändert eure Einstellung und dessen Prio. Ein Wechsel kann natürlich auch Erlösung bringen, aber wenn es eure Einstellung ist, die zu dem Stress führt, wird es in einer neuen Rolle wieder zum selben Ergebnis führen.

Es gibt so viele Möglichkeiten und auch genügend Anlaufstellen für Hilfe. Es gibt keine Ausrede. Lasst es nicht so weit kommen, wie ich damals…

In diesem Sinne wünsche ich euch ein frohes Weihnachtsfest voller Dankbarkeit für das Leben, eure Lieben, für das wie gut es uns eigentlich geht. Lasst es nicht zu, dass die Angst einen Filter über all die tollen Dinge in eurem Leben legt.


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Wie Erwartungen unsere Gefühle beeinflussen

Erwartungen und Erfahrungen kreieren unsere Gefühle

Letztes Wochenende war der 1. Advent. Die meisten Menschen verbinden damit etwas Postives. Und das bezieht sich nicht nur auf diesen einen Tag sondern auf die Erwartungen an die gesamte Adventszeit und Weihnachten. Wir assoziieren hier aus vielen Jahren Gemütlichkeit, Besinnlichkeit, Familie, Kerzen, Düfte, leckeres Essen und das alles gipfelt in einem Weihnachtsfest, wo man Zeit für Familie hat und das auch mit guten Gefühlen und Geschenken verknüpft. Kurzum unsere Erwartung auf die Zeit ist positiv und deshalb ist auch der Beginn der Adventszeit für uns ein Highlight. Aber es gibt auch den selteneren Fall dass Menschen so sehr negative Erfahrungen mit dieser Zeit verknüpfen, dass sie sie sich alles andere als darauf freuen.

Genauso funktioniert das auch bei der Angst. Für die Angst haben wir abgespeichert, dass sie uns schadet und verbinden negative Erlebnisse. Die Dinge vor denen wir Angst haben, wie z.B. Einzukaufen oder Auto zu fahren, waren früher für die meisten positiv besetzt. Doch daran hat sich etwas geändert und somit auch die Bewertung von positiv zu negativ.

Wichtig ist zu verstehen, dass wir diese Verbindungen selbst geschaffen haben und auch wieder auflösen können. Und das alles beginnt bei der Erwartung.

Erwarte ich nach wie vor ein angstfreies Leben und bin jedes Mal enttäuscht, wenn die Angst kommt? Oder akzeptiere ich, dass mich die Angst aktuell noch öfters besucht und erschaffe so ein Gleichgewicht zwischen Erwartung und Realität?

Das gleiche Ereignis kann immer ganz unterschiedlich bewertet werden. Wenn ich zum Beispiel mit meinem Mann vereinbare, dass wir uns nichts schenken und ich bekomme dann was, dann bin ich positiv überrascht von einem kleinen Geschenk. Wenn wir nichts vereinbart haben, dann bin ich von dem selben Geschenk eventuell enttäuscht. Alles nur wegen unterschiedlicher Erwartungen?

!!! Beobachte dich mal, wann du welche Erwartungen hast und deshalb vielleicht hinterher enttäuscht bist.

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Shifte deine Perspektive um die gleichen Ereignisse anders zu bewerten

Der weltweit sehr erfolgreiche Coach und Unternehmer Tony Robbins hat einen Leitsatz: Trade your expectations for appreciation. Was soviel heißt wie: sorge dafür dass deine Erwartungen mit Wertschätzung einher gehen. Konzentriere dich nicht auf das, was noch fehlt, sondern auf das was da ist und deine gesamte Welt wird sich ändern, denn deine Wahrnehmung dreht sich damit komplett.

Hast du z.B. in einer Woche z.B. 3x extreme Ängste:

  • dann ist das vielleicht weniger als letzte Woche
  • dann hast du immernoch 4 Tage ohne Angst, die du wertschätzen kannst
  • dann kannst du dich fragen, worauf dich die Angst gerade aufmerksam machen will

Dafür bedarf es Mut und regelmäßiger Übung darin den Fokus zu verändern. Aber es lohnt sich, denn dein Nervensystem entspannt sich und das ist immer der erste Schritt zu weniger Angst.

!!! Probier es aus und starte beispielsweise damit jeden Tag zwei Dankbarkeitsminuten einzuführen.

Am Anfang hilft es das ganze schriftlich zu machen, z.B. in einem Dankbarkeitsjournal. Du wirst feststellen, dass es zu Beginn noch schwer fällt, Dinge zu finden, wofür man dankbar ist, ohne sich täglich zu wiederholen. Aber sind wir mal ehrlich: wenn ich an Kinder in Afrika denke, dann fallen wir sofort 1000 Dinge ein, für die ich dankar sein kann, die ich meist als selbstverständlich ansehe. Mit der Zeit wird es leichter und die Schwingung von Dankbarkeit lässt keinen Raum für Angst oder Panik. Und wenn die Dankbarkeit gut klappt, kann man auch die Erwartungen künftig danach ausrichten.

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Also worauf wartest du noch 😉 Kommentiert gern direkt hier unter dem Artikel, wofür ihr gerade dankbar seid.


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ANGST – Freund oder Feind ?

Ist die Angst für oder gegen uns? Für Menschen mit extremer Angst und Panik scheint die Antwort auf den ersten Blick eindeutig, aber ist sie das wirklich?

Die Angst – der Bad Guy?

Meine erste Panikattacke kam mitten in der Nacht. Ich wachte auf, schweißgebaded und war völlig panisch, ohne zu wissen warum. Sehr bedrohlich erschien mir das und ich wollte nichts lieber, als dass das nie wieder kommt.

In solchen Situationen sehen wir die Angst meist als Feind, den wir vehement bekämpfen. Wir verurteilen die Angst, sehen sie als Grund, warum wir unser Leben nicht mehr genießen können oder als einen Schicksalsschlag, der uns ereilt hat und der uns und unsere Beziehungen bedroht.

Emotionen und Gefühle haben einen Zweck. Und zwar ALLE, auch die, die wir und die Gesellschaft als negativ einstufen. Oft haben wir diese früh gelernt wegzusperren, weil sie nicht erwünscht waren und uns auch niemand gezeigt hat, wie man damit umgeht.

In der Evolution ist die Angst dazu angelegt, uns zu beschützen und uns vor Gefahren zu warnen. Damit sie sicher sein kann, dass wir auch wirklich ihre Botschaft verstehen, muss sie sich sehr deutlich bemerkbar machen. Das fühlt sich nicht schön an, irgendwie logisch.

  • Was wenn die Angst auch heute noch laut schreit, um uns auf etwas aufmerksam zu machen?
  • Was wenn es vorher andere Signale gab, die wir ignoriert haben?
  • Was wenn wir einfach nur zu weit vom Weg abgekommen sind?

Spurensuche

Die Krux dabei ist, dass die Angst nicht zielsicher mit dem Finger auf das zeigt, was schief läuft sondern sich an einer ganz anderen Stelle offenbart. Das macht die Spurensuche etwas tricky. Das ist in etwa so, wie wenn wir etwas essen auf das wir allergisch sind und danach einen Hautausschlag bekommen. Wer die Ursache bei der Haut sucht und nur Salbe drauf schmiert, wird nicht fündig und der Ausschlag kommt wieder.

Wie wäre es, wenn wir mit Neugier und Spannung der Angst folgen und auf die Suche gehen nach unseren ganz persönlichen Ursachen.? Wo soll ich da anfangen, magst du jetzt denken? Wenn etwas in unserem Leben uns nicht gefällt, uns belastet und uns unzufrieden macht, dann wissen wir das normalerweise ziemlich genau.

Wo darfst du hinschauen?

In welchen Lebensbereichen bist du nicht da, wo du hin willst? Gibt es welche in denen du regelrecht leidest und am liebsten gar nicht hinschauen möchtest? Dann bist du schon auf einer heißen Spur.

Betrachte das mal ganz losgelöst von der Angst. Suche dir drei Bereiche raus, in denen du als erstes etwas verändern möchtest und definiere dir für alle drei Ziele – am besten schriftlich. Meist fallen uns auch direkt schon einige Maßnahmen ein, um diese zu erreichen. Wenn das nicht der Fall ist, such dir Hilfe: Bücher, Ratgeber, Infos im Internet oder Coaches und Begleiter helfen oft auf die Sprünge.

Und überlege dir das nächste Mal, wenn die Angst kommt, wer sie eigentlich für dich ist. Vielleicht kannst du sie nach und nach mehr als etwas sehen, dass dir helfen und nicht schaden will.


Und damit du das nächste Mal wenn die Angst kommst, weißt was du tun kannst, bekommst du hier meine besten Tipps zum Download.

Wer bin ich?

Ich bin Jessica, 39 Jahre alt und lebe mit meiner kleiner Tochter und meinem Mann in der Nähe von Nürnberg.

Im April 2016 bin ich nachts schweißgebadet aufgewacht und hatte das erste Mal in meinem Leben eine ausgewachsene PANIKATTACKE. Ich habe geschwitzt, mein Herz hat wie wild gepocht und ich wusste nicht wie mir geschieht. Das schlimmste war, dass ich mich in dem Moment völlig abgeschnitten von meinen Gefühlen gefühlt habe und somit auch die Liebe zu meinem Mann nicht spüren konnte. Das hat dazu geführt, dass die Panik noch schlimmer wurde.

Es folgten Monate der VERZWEIFLUNG und eine totale Abwärtsspirale. Zuerst habe ich körperlich und medizinisch nach Erklärungen gesucht, in der Hoffnung jemand sagt mir woran es liegt, dass es nichts mit mir zu tun hat und gibt mir irgendwas, dass es nie wieder kommt. Heute weiß ich, dass es so nie funktionieren wird. Heute bin ich sogar DANKBAR für diese Herausforderung:

  • die mir am Anfang schrecklich und bedrohlich erschien
  • durch die ich mir selbst den Tag meiner Hochzeit versaut habe
  • die mir beinahe meine Ehe gekostet und unsere kleine Familie zerstört hätte.

Aber eben nur beinahe.

Stattdessen habe ich den Weg zurück zu mir gefunden. Ich respektiere meine BEDÜRFNISSE, fühle meine GEFÜHLE, arbeite meine Themen nach und nach auf, spüre in mich hinein was ich wirklich im Leben will, werde immer MUTIGER, wenn eine Stimme in mir sagt, los – mach das, das wäre soooo cool, deine Herz würde springen.

Ich habe mein Umfeld auf den Prüfstand gestellt und symbolisch und auch tatsächlich AUSGEMISTET und Platz für Neues gemacht. Ich hab die VERANTWORTUNG für mein Leben voll übernommen. Ich biete meinem Körper die Bedingungen die er für HEILUNG braucht, habe aber genügend Selbstliebe um mich nicht abzustrafen, wenn ich mal vom Weg abweiche oder über die Stränge schlage.

Macht euch auf den Weg, es lohnt sich so sehr. Ich begleite euch gern ein Stück. Denn es führt euch zu EUCH und hinterher – davon bin ich überzeugt – werdet ihr glücklicher, erfüllter und gesünder sein als je zuvor 😍

Mein Ziel ist es Menschen den Weg aus der Angst zu verkürzen und Alternativen zu Tabletten und Resignation aufzuzeigen. Meine Erfahrungen kombiniert mit dem Wissen aus unzähligen Büchern, Seminaren, Online-Kursen und meiner Ausbildung zur Vitalstoffberaterin lasse ich euch über diesen Blog zu kommen.

Damit du künftig nichts verpasst, registier dich gleich für meine News und erhalte direkt meine Anleitung, was du tun kannst, wenn die Angst kommt.

Und wem das nicht reicht, für den wird es in den nächsten Monaten individuelle Angebote geben, um intensiv mit mir zusammen zu arbeiten …