Was du anhand von Corona über Ängste lernen kannst + Sofortübungen gegen die Angst

Bildquelle: Adobe Stock Photos

Wir haben aktuell besondere Zeiten. Für Menschen, die ohnehin schon Ängste haben, sicher keine einfachen. Fühlst du dich überfordert von all den Nachrichten und hast Angst oder gar Panik? Oder bist du eher mit deinen eigenen Ängsten beschäftigt und Corona lässt dich kalt?

Egal wie, in diesen Zeiten lässt sich über Ängste eine Menge lernen und ich habe heute für dich die drei wichtigsten Erkenntnisse daraus zusammen gestellt.

Normalerweise hat nur eine gewisse Prozentzahl der Menschen eine Angststörung und diese Leute denken zumeist, dass die anderen sie nicht verstehen können und in einer anderen Welt leben. Das verschwimmt in diesen Zeiten, denn mittlerweile hat ein Großteil der Bevölkerung Angst vor Corona.

Ich will keinesfalls verharmlosen was aktuell geschieht. Ich denke aber, man kann aktuell sehr viel über Ängste lernen, egal ob man selbst eine Angststörung hat oder nicht.

  1. Der Verstand setzt aus
  2. Die Angst wird stärker umso mehr du dich mit ihr oder dem Thema beschäftigst
  3. Andere können deine Panik und Angstspiralen jetzt vermutlich besser verstehen

Der Verstand setzt aus

Angst ist eine Emotion, die körperlich starke Reaktionen nach sich zieht, die seitens der Evolution ursprünglich dafür gedacht waren, das Überleben zu sichern. Dazu gehört, dass der Körper alles tut, um so viel Energie wie möglich für Kampf oder Flucht bereitzustellen und nicht lebensnotwendige Funktionen herunterfährt. Dazu zählen u.a. die Verdauung und das Immunsystem. Letzteres ist natürlich immens wichtig, wenn der Virus dann tatsächlich auf uns trifft, was den Teufelskreis der Angst sehr gut verdeutlicht.

Was aber vielleicht noch viel schlimmer ist, auch wenn es von der Evolution her ursprünglich sinnvoll war, ist dass man nicht mehr logisch denken kann, wenn die Angst kommt. Man hat wie Scheuklappen auf und ist im Tunnel. Im Kleinen kennt man das von Situationen, wie es mir z.B. letztens passiert ist, wenn man die PIN für die Kartenzahlung nicht parat hat. Wenn dann der Puls ansteigt und die Angstspirale beginnt, schafft man es oft erst recht nicht mehr, sich an die Zahl zu erinnern. Eine halbe Stunde später, wenn man wieder zur Ruhe gekommen ist, ist sie auf einmal wieder da. Aktuell wenn die Menschen Angst davor haben Corona zu bekommen, was genau genommen eine Überlebensangst ist, die davon getriggert wird, gipfelt das in Absurditäten bei Hamsterkäufen oder dem Diebstahl von Desinfektionsmitteln aus Krankenhäusern. Dass hier nicht mehr vernünftig nachgedacht und gehandelt werden kann und die Angst sogar zu Handlungen führt, die anderen schaden, macht die Wirkung auf den Verstand offensichtlich. Das gleiche passiert bei jeder Form von starken Ängsten.

Die Angst wird stärker umso mehr du dich mit ihr oder dem Thema beschäftigst

Was aktuell auch sehr gut zu beobachten ist, ist der Sachverhalt, dass die Angst größer wird, umso mehr man sich mit der vermeintlichen Gefahr beschäftigt. Überall in den Medien gibt es kein anderes Thema mehr und selbst, wenn man will, kann man den Infos nicht entfliehen. Das schürt die Angst und führt dazu, dass selbst Menschen die vor einer Woche noch entspannt waren, mittlerweile auch unruhig werden. Die Art und Weise wie einzelne Medien die Panik und Angst noch schüren ist unverantwortlich und hat mit vernünftiger Information oft nicht mehr viel zu tun. Das ist fatal, denn wie wir eben festgestellt haben, setzt der Verstand aus, wenn Angst herrscht. Aber auch das Immunsystem wird wissenschaftlich belegt herabgesetzt. Nichts was irgendjemand von uns aktuell möchte oder gebrauchen kann. Gleiches gilt für Menschen im Umgang mit ihren Ängsten, denn umso mehr wir den Fokus auf die Angst richten, umso stärker nähren wir sie. Die einzige Antwort darauf ist Liebe und Vertrauen. Denn wenn wir in Liebe sind, hat Angst keinen Platz und wir sind einfach besser aufgestellt, wenn wir es trotz chaotischer Zeiten schaffen, zu vertrauen, dass alles gut wird und uns auf die wenigen guten Seiten dieser Thematik zu konzentrieren.

Wenn man erstmal anfängt, den Fokus so umzulenken, dann entsteht ein Gefühl von Weite und man kann das Beste aus der Situation machen.

Ein paar Anregungen diesbezüglich sind:

  • die Umwelt wird von der Ruhepause profitieren
  • man kann sich auf Zusammenstehen und Nächstenliebe konzentrieren
  • vielen wird durch die Schließung von Kitas und Schulen Zeit mit ihren Kindern geschenkt
  • da wir nicht mehr so viele Aktivitäten machen wie sonst, besinnen wir uns auf das wahre Leben und beschäftigen uns mit den Menschen die uns wichtig sind, ohne uns im Außen zu verlieren
  • Menschen die vorher kein Verständnis für Flüchtlinge hatten, weil es ihnen zu gut ging, können jetzt vielleicht im Ansatz nachvollziehen, was es heißt, wenn das gewohnte System kollabiert
  • Firmen schauen wenn wir Glück haben künftig nicht mehr nur profitgeil danach in welchem Land sie am billigsten fertigen können, sondern verlegen einen Teil der Fertigung vielleicht wieder nach Europa oder sogar in das Heimatland

Aber ich bin mir sicher, ihr findet noch ein paar mehr Aspekte.

Wie gesagt, es geht nicht darum zu verharmlosen. Aber es bringt nichts, wenn unsere Gedanken über die negativen Fakten und eventuelle Horrorszenarien in der Zukunft kreisen. Am sinnvollsten reagieren wir, mit dem Fokus auf die positiven Aspekte.

Andere können deine Panik und Angstspiralen jetzt vermutlich besser verstehen

Menschen mit starken Ängsten haben das Problem, dass andere das nicht nachvollziehen können, was oft auf Mißverständnis trifft und im schlimmsten Fall sogar Beziehungen zerstört. Jetzt wo die Zahl derer die Ängste haben massiv zunimmt, besteht berechtigt die Hoffnung, dass alle die wegen Corona Ängste haben, deine persönliche Angstspirale viel besser nachvollziehen können.

Und da es glaube ich alle gebrauchen können, ein paar ganz praktische Tipps, was du tun kannst, wenn die Angst da ist, um dein Nervensystem wieder zu beruhigen.

Was kannst du tun?

Wichtig ist, dass wir bei uns selbst bleiben. Es gibt einen Kern in unserer Mitte, der sich nicht im Außen erschüttern lässt. Zu diesem müssen wir wieder eine Verbindung aufbauen.

Neben anderen Klassikern wie Meditieren, Bewegung und EFT habe ich in meinen drei Soforttipps die 3 besten Methoden für dich dich zusammen gestellt, die du immer und überall anwenden kannst.

Diese kannst du hier kostenlos als PDF herunterladen:

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