Wie du es schaffst, negative Gefühle für dich zu nutzen

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Es gibt sie immer mal wieder die schlechten Tage. Ich bekomme zwar keine Panikattacken mehr aber negative Gefühle erwischen auch mich regelmäßig auf dem falschen Fuß, wie aus dem Nichts. Der Anspruch, nur noch positive Gefühle zu haben und wie erleuchtet im Higher Self durchs Leben zu springen ist schlichtweg unrealistisch und entspricht nicht dem wie das Leben funktioniert. Es gibt immer eine Dualität, Licht und Schatten, Liebe und Angst, postive und negative Emotionen. Und alles darf sein und hat seine Berechtigung.

Meist merke ich, dass eine negative Emotion im Anmarsch ist daran, dass ich meine Ruhe will, dass ich genervt werde gegenüber meinem Mann und meiner Tochter und dass sich alles irgendwie anspannt. Manchmal kommt es auch darüber, dass ich Musik höre, die eine Emotion triggert, die sich nicht gut anfühlt und ich dann auch weiß, hoppala, da sollte ich wohl mal genauer hinschauen.

Was du lieber nicht tun solltest

Lange Zeit habe ich diese unangenehmen Gefühle und Emotionen dann einfach ignoriert und weggeschoben. Das hat nicht besonders gut funktioniert. Im Gegenteil, sie wurden immer intensiver und traten dann immer häufiger auf und gipfelten am Schluss in schweren Angstzuständen.

Das hat aus meiner Sicht zwei Gründe:

1. Man kämpft gegen sich selbst

Jedes Gefühl ist ein Teil von uns und hat seine Berechtigung. Wenn man nun versucht, das Gefühl wegzudrücken, lehnt man einen Teil von sich selbst ab und verhindert so in Balance zu kommen. Noch schlimmer, das kann auch körperliche Folgen haben. Ich denke da neben Ängsten und Depressionen zum Beispiel auch an Autoimmunerkrankungen, denn auch hier kämpft der Körper gegen sich selbst.

2. Man hört die Botschaft dahinter nicht

In meiner Welt ist jede negative Emotion und jede starke Angst ein Hilferuf endlich hinzusehen.

Was wenn ein Teil von dir sich wirklich gerade extrem verzweifelt fühlt und du der/die Einzige bist die ihm helfen kann?

Dieser Teil wird so lange auf sich aufmerksam machen, bis jemand liebevoll hinschaut und zuhört. Das ist wie wenn ein kleines Kind seine Mutter ruft und diese nicht reagiert. Das Kind wird immer lauter und immer öfter rufen, bis es die Aufmerksamkeit der Mutter sicher hat. Eigentlich sollten wir froh sein, einen solchen Frühwarnmechanismus zu haben, der uns jedes Mal die Chance gibt, etwas in uns zu heilen, an das wir ohne das Gefühl gar nicht heran kommen würden.

Es geht auch anders

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Mittlerweile diszipliniere ich mich anders damit umzugehen. Ich reagiere verständnisvoll und nehme mir Raum, um das zu fühlen, was da hoch kommt.

Es gibt hier verschiedene Möglichkeiten:

  • Meditationen zum Annehmen und Loslassen
  • Spazieren gehen oder Bewegung (ohne Ablenkung)
  • über den Körper die Emotion spüren und tief hinein atmen

Und wenn man das mal eine Weile gemacht hat, merkt man oft, dass hinter der Angst noch eine andere Emotion steckt. Bei mir sind das meistens Traurigkeit oder Wut. Somit kommt man an die Wurzel und kann das Gefühl nachdem man es gefühlt hat gehen lassen. Aber es gibt noch einen großen Vorteil. Wenn man eine Weile Übung darin hat, dann gelingt es mir immer häufiger auszumachen, was das Gefühl ausgelöst hat. Denn meist habe ich vorher am Tag an irgendwas gedacht, was mich nicht los lässt, was mich beschäftigt. Gedanken lösen immer auch Emotionen und Gefühle aus. Für die Auswirkungen ist es völlig egal, ob wir etwas wirklich erleben oder nur darüber nachdenken. Wenn ich nur auf der Kopfebene grübele und ich in dem Moment das Gefühl nicht fühle, was dadurch ausgelöst wird, dann bekomme ich das später durch extreme Stimmungen zu spüren. Wer das versteht und anwendet, für den verlieren diese negativen Emotionen, allen voran die Angst, ihren bedrohlichen Charakter, wenn man weiß, warum es aufgetaucht ist und sich dem nicht mehr komplett ausgeliefert fühlen muss.


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