Wie Erwartungen unsere Gefühle beeinflussen

Erwartungen und Erfahrungen kreieren unsere Gefühle

Letztes Wochenende war der 1. Advent. Die meisten Menschen verbinden damit etwas Postives. Und das bezieht sich nicht nur auf diesen einen Tag sondern auf die Erwartungen an die gesamte Adventszeit und Weihnachten. Wir assoziieren hier aus vielen Jahren Gemütlichkeit, Besinnlichkeit, Familie, Kerzen, Düfte, leckeres Essen und das alles gipfelt in einem Weihnachtsfest, wo man Zeit für Familie hat und das auch mit guten Gefühlen und Geschenken verknüpft. Kurzum unsere Erwartung auf die Zeit ist positiv und deshalb ist auch der Beginn der Adventszeit für uns ein Highlight. Aber es gibt auch den selteneren Fall dass Menschen so sehr negative Erfahrungen mit dieser Zeit verknüpfen, dass sie sie sich alles andere als darauf freuen.

Genauso funktioniert das auch bei der Angst. Für die Angst haben wir abgespeichert, dass sie uns schadet und verbinden negative Erlebnisse. Die Dinge vor denen wir Angst haben, wie z.B. Einzukaufen oder Auto zu fahren, waren früher für die meisten positiv besetzt. Doch daran hat sich etwas geändert und somit auch die Bewertung von positiv zu negativ.

Wichtig ist zu verstehen, dass wir diese Verbindungen selbst geschaffen haben und auch wieder auflösen können. Und das alles beginnt bei der Erwartung.

Erwarte ich nach wie vor ein angstfreies Leben und bin jedes Mal enttäuscht, wenn die Angst kommt? Oder akzeptiere ich, dass mich die Angst aktuell noch öfters besucht und erschaffe so ein Gleichgewicht zwischen Erwartung und Realität?

Das gleiche Ereignis kann immer ganz unterschiedlich bewertet werden. Wenn ich zum Beispiel mit meinem Mann vereinbare, dass wir uns nichts schenken und ich bekomme dann was, dann bin ich positiv überrascht von einem kleinen Geschenk. Wenn wir nichts vereinbart haben, dann bin ich von dem selben Geschenk eventuell enttäuscht. Alles nur wegen unterschiedlicher Erwartungen?

!!! Beobachte dich mal, wann du welche Erwartungen hast und deshalb vielleicht hinterher enttäuscht bist.

Quelle: Adobe Stock Photos

Shifte deine Perspektive um die gleichen Ereignisse anders zu bewerten

Der weltweit sehr erfolgreiche Coach und Unternehmer Tony Robbins hat einen Leitsatz: Trade your expectations for appreciation. Was soviel heißt wie: sorge dafür dass deine Erwartungen mit Wertschätzung einher gehen. Konzentriere dich nicht auf das, was noch fehlt, sondern auf das was da ist und deine gesamte Welt wird sich ändern, denn deine Wahrnehmung dreht sich damit komplett.

Hast du z.B. in einer Woche z.B. 3x extreme Ängste:

  • dann ist das vielleicht weniger als letzte Woche
  • dann hast du immernoch 4 Tage ohne Angst, die du wertschätzen kannst
  • dann kannst du dich fragen, worauf dich die Angst gerade aufmerksam machen will

Dafür bedarf es Mut und regelmäßiger Übung darin den Fokus zu verändern. Aber es lohnt sich, denn dein Nervensystem entspannt sich und das ist immer der erste Schritt zu weniger Angst.

!!! Probier es aus und starte beispielsweise damit jeden Tag zwei Dankbarkeitsminuten einzuführen.

Am Anfang hilft es das ganze schriftlich zu machen, z.B. in einem Dankbarkeitsjournal. Du wirst feststellen, dass es zu Beginn noch schwer fällt, Dinge zu finden, wofür man dankbar ist, ohne sich täglich zu wiederholen. Aber sind wir mal ehrlich: wenn ich an Kinder in Afrika denke, dann fallen wir sofort 1000 Dinge ein, für die ich dankar sein kann, die ich meist als selbstverständlich ansehe. Mit der Zeit wird es leichter und die Schwingung von Dankbarkeit lässt keinen Raum für Angst oder Panik. Und wenn die Dankbarkeit gut klappt, kann man auch die Erwartungen künftig danach ausrichten.

Quelle: Adobe Stock Photos

Also worauf wartest du noch 😉 Kommentiert gern direkt hier unter dem Artikel, wofür ihr gerade dankbar seid.


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