ANGST – Freund oder Feind ?

Ist die Angst für oder gegen uns? Für Menschen mit extremer Angst und Panik scheint die Antwort auf den ersten Blick eindeutig, aber ist sie das wirklich?

Die Angst – der Bad Guy?

Meine erste Panikattacke kam mitten in der Nacht. Ich wachte auf, schweißgebaded und war völlig panisch, ohne zu wissen warum. Sehr bedrohlich erschien mir das und ich wollte nichts lieber, als dass das nie wieder kommt.

In solchen Situationen sehen wir die Angst meist als Feind, den wir vehement bekämpfen. Wir verurteilen die Angst, sehen sie als Grund, warum wir unser Leben nicht mehr genießen können oder als einen Schicksalsschlag, der uns ereilt hat und der uns und unsere Beziehungen bedroht.

Emotionen und Gefühle haben einen Zweck. Und zwar ALLE, auch die, die wir und die Gesellschaft als negativ einstufen. Oft haben wir diese früh gelernt wegzusperren, weil sie nicht erwünscht waren und uns auch niemand gezeigt hat, wie man damit umgeht.

In der Evolution ist die Angst dazu angelegt, uns zu beschützen und uns vor Gefahren zu warnen. Damit sie sicher sein kann, dass wir auch wirklich ihre Botschaft verstehen, muss sie sich sehr deutlich bemerkbar machen. Das fühlt sich nicht schön an, irgendwie logisch.

  • Was wenn die Angst auch heute noch laut schreit, um uns auf etwas aufmerksam zu machen?
  • Was wenn es vorher andere Signale gab, die wir ignoriert haben?
  • Was wenn wir einfach nur zu weit vom Weg abgekommen sind?

Spurensuche

Die Krux dabei ist, dass die Angst nicht zielsicher mit dem Finger auf das zeigt, was schief läuft sondern sich an einer ganz anderen Stelle offenbart. Das macht die Spurensuche etwas tricky. Das ist in etwa so, wie wenn wir etwas essen auf das wir allergisch sind und danach einen Hautausschlag bekommen. Wer die Ursache bei der Haut sucht und nur Salbe drauf schmiert, wird nicht fündig und der Ausschlag kommt wieder.

Wie wäre es, wenn wir mit Neugier und Spannung der Angst folgen und auf die Suche gehen nach unseren ganz persönlichen Ursachen.? Wo soll ich da anfangen, magst du jetzt denken? Wenn etwas in unserem Leben uns nicht gefällt, uns belastet und uns unzufrieden macht, dann wissen wir das normalerweise ziemlich genau.

Wo darfst du hinschauen?

In welchen Lebensbereichen bist du nicht da, wo du hin willst? Gibt es welche in denen du regelrecht leidest und am liebsten gar nicht hinschauen möchtest? Dann bist du schon auf einer heißen Spur.

Betrachte das mal ganz losgelöst von der Angst. Suche dir drei Bereiche raus, in denen du als erstes etwas verändern möchtest und definiere dir für alle drei Ziele – am besten schriftlich. Meist fallen uns auch direkt schon einige Maßnahmen ein, um diese zu erreichen. Wenn das nicht der Fall ist, such dir Hilfe: Bücher, Ratgeber, Infos im Internet oder Coaches und Begleiter helfen oft auf die Sprünge.

Und überlege dir das nächste Mal, wenn die Angst kommt, wer sie eigentlich für dich ist. Vielleicht kannst du sie nach und nach mehr als etwas sehen, dass dir helfen und nicht schaden will.


Und damit du das nächste Mal wenn die Angst kommst, weißt was du tun kannst, bekommst du hier meine besten Tipps zum Download.

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